Schlagwort-Archiv: Software

SE 2013 – Dinner

Eindrücke aus dem Workshop SEUH 2013 und der Software Engineering Multikonferenz 2013

Auf dem Workshop »Software Engineering im Unterricht an Hochschulen 2013«, der Bestandteil der Software Engineering Multikonferenz 2013 war, gab es einiges, was mir hängen blieb. Die Konferenz fand statt an der RWTH Aachen, die ja schon Erstsemester Roboter mit MATLAB und Lego Mindstorms bauen lässt, und ich freute mich besonders, dass wir dieses Ereignis sponserten. Ein paar Gedanken sind mir besonders aufgefallen, diese möchte ich hier teilen. Weiterlesen

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Read: Bob Riefstahl – Demonstrating To Win

How to present software in front of prospects? Bob Riefstahl has lots of good answers and structures the complex topic of presenting in software sales in his book Demonstrating To Win.

This article is available in German, too.

Presenting in Software Sales: Bridge Building

Riefstahl gives tips and tricks in all areas of preparation and execution of software presentations in sales organizations:

  • Qualification phase: What is relevant for customers and how to get to the information?
  • Contents preparation: What to present?
  • Different types of audience: What is important for whom?
  • Demo Crime Files: What are typical mistakes, what should you avoid?
  • Technical preparation: what gear should you take?

The basic theme of Demonstrating To Win, which is present on the cover, too, is bridge building. The presenter’s task in a sales organization is to build a bridge for the audience from their current situation to the proposed solution. I like this analogy, because between the current state and the desired state lies the valley of acceptance and implementation of the solution with all its challenges. The presentation thus forms the bridge, either being shaky and not really trustworthy, or solid and easy to walk. The bridge does not get better by golden handrails and swags at the piers, but by solid construction and a flat, non-slippy surface. A bridge that you build for three people to cross needs to be constituted differently than one you want to lead more persons across. Weiterlesen

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Lesen: Bob Riefstahl – Demonstrating To Win – Software vorführen

Wie präsentiert man Software vor potentiellen Kunden? Bob Riefstahl gibt viele gute Antworten und strukturiert den Themenkomplex des Vortrags im Softwarevertrieb in seinem Buch »Demonstrating To Win«.

An English version of this post is available.

Präsentieren im Vertrieb von Software: Brücken bauen

Riefstahl gibt Tipps und Tricks zu allen Bereichen der Vorbereitung und Durchführung von Softwarepräsentationen im Vertrieb:

  • Qualifizierungsphase: Was ist relevant für die Kunden und wie kommen Sie an die Information?
  • Inhaltliche Aufbereitung: Was sollte ich präsentieren?
  • Verschiedene Typen von Zuhörern: Für wen ist was wichtig?
  • »Demo Crime Files«: Was sind typische Fehler, was sollten Sie vermeiden?
  • Technische Vorbereitung: Welche Ausrüstung sollten Sie vorsehen?

Das Grundmotiv von »Demonstrating To Win«, das bereits auf dem Cover beginnt, ist das Brückenbauen. Die Aufgabe des Vortragenden im Vertrieb ist, für das Publikum eine Brücke zu bauen von ihrer momentanen Situation hin zur vorgeschlagenen Lösung. Mir gefällt diese Analogie, da zwischen dem Ist-Zustand und dem Soll-Zustand ja das Tal der Akzeptieren und Implementierung der Lösung mit all ihren Herausforderungen liegt. Die Präsentation bildet also die Brücke, die entweder wackelig und wenig vertrauenserweckend oder stabil und leicht zu beschreiten ist. Die Brücke wird durch goldene Geländer und Girlanden an den Pfeilern nicht besser, sondern durch solide Konstruktion und einen ebenen, griffigen Belag. Eine Brücke, über die Sie drei Personen führen, muss anders beschaffen sein als eine, über die Sie mit Ihrer Präsentation fünfzig und mehr Personen führen wollen. Weiterlesen

Balkenwaage

14 Fragen, die Sie sich vor einer Software-Entscheidung stellen sollten

Egal ob Sie privat oder beruflich Software einsetzen (beziehungsweise Ihre Organisation), egal ob es sich um kommerzielle oder freie Software handelt, in der Regel werden Sie vor Alternativen stehen, da es mehrere Softwarepakete gibt, die in dem von Ihnen benötigten Feld Hilfe versprechen. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie sich einige Gedanken machen, die über den reinen Funktionalitätsvergleich hinaus gehen. Je nachdem, wie wichtig Ihnen die einzelnen Fragen sind, kommen Sie zu einem anderen Ergebnis.

Fassen Sie diese Auflistung also nicht als Tabelle zum Abhaken auf, sondern als Anregung, sich über Ihre Ziele und Ihre Gegebenheiten klar zu werden.

  1. Wer, den Sie kennen oder dem Sie vertrauen, setzt die Software schon ein? Warum hat er oder sie sich dafür entschieden? Wie zufrieden ist er oder sie damit?
  2. Woher kennen Sie das Programm? Wurde sie Ihnen empfohlen? Haben Sie gezielt nach einer Funktionalität gesucht? Stießen Sie im Internet bei der Recherche Ihres Aufgabengebietes darauf? Wer schreibt über die Software? Nur der Hersteller bzw. die Gruppe, oder auch Anwender?
  3. Worin besteht der Hauptnutzen des Programms allgemein? Gibt die Website Auskunft über Anwendungsszenarien, oder werden eher Funktionalitäten aufgellistet?
  4. Wofür ist die Software geeignet? Kann sie nur genau ihren Zweck erfüllen, oder ist die Funktionalität so breit beschaffen, dass sie Ihnen auch hilft, wenn sich Ihre gesetzten Aufgaben verschieben und verändern?
  5. Warum wollen Sie die Software einsetzen? Was versprechen Sie sich von deren Einsatz? Was sollte oder wird sich verbessern für Sie?
  6. Was kostet Sie es fortlaufend an Arbeit, Aufwand oder Geld, wenn Sie das Programm nicht anschaffen? Wie können Sie Ihre Aufgabe bewältigen, falls überhaupt? Was passiert, wenn Sie die Aufgabe nicht bewältigen können?
  7. Wie werden Sie damit zurecht kommen, Einzelheiten der Benutzung immer wieder zu vergessen, falls Sie das Programm nur ab und zu benutzen? Wie hilft Ihnen die Software dabei, zielführende Schritte zu unternehmen?
  8. Welche Art von Dokumentation kommt mit der Software? Gibt es eine Online-Hilfe? Bringt die Stichwortsuche relevante Ergebnisse? Ist die Dokumentation sowohl offline als auch im Internet zu finden?
  9. Wie werden Sie die Software erlernen ? Möchten Sie sich die Benutzung selbst beibringen? Bevorzugen Sie Online-Tutorials oder Videos? Bevorzugen Sie ein Buch, das Sie immer wieder zur Hand nehmen und in Ihrer eigenen Geschwindigkeit durcharbeiten können? Möchten Sie eine Schulung besuchen, in der Sie komprimiert und didaktisch aufbereitet das erfahren, was Sie wirklich brauchen, verbunden mit den Kniffen des Trainers und der Möglichkeit, direkt Fragen zu stellen?
  10. Wer wird Sie unterstützen, wenn Sie während der Benutzung auf Probleme stoßen, die Sie nicht oder nur mit erheblichem Aufwand selbst bewältigen können? Diskutieren Sie gerne in Online-Foren? Oder haben Sie lieber einen technischen Ansprechpartner, den Sie auch anrufen können und der Zeit für Sie hat?
  11. Wie lange wollen Sie die Software einsetzen? Wie schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass die Software auch bis zum Ende Ihrer angestrebten Nutzungszeit aktualisiert und unterstützt wird? Würde das Programmpaket den Aufkauf des Herstellers durch eine andere Firma überstehen?
  12. Wann wollen Sie die Software beginnen zu verwenden? Ist die Produkt bereits verfügbar oder gibt es nur Ankündigungen oder Betaversionen? Wie lange gibt es die Software bzw. den Hersteller oder die Gruppe dahinter schon?
  13. Wie lassen sich wiederkehrende Tätigkeiten in der Software automatisieren? Besitzt sie eine Skriptingschnittstelle? Wie ist diese dokumentiert? Welche Sprache und welche Konstrukte werden verwendet? Sie müssen das Skripting ja nicht jetzt und nicht selbst durchführen können, aber die Möglichkeit macht sie flexibler.
  14. Wieviel Zeit können und wollen Sie für Preisverhandlungen aufwenden? Wie transparent ist die Preisgestaltung, falls es sich um kommerzielle Software handelt? Gibt es eigentlich immer irgendein Sonderangebot? Werden Preise frei verhandelt oder zahlt jeder vergleichbare Nutzer auch fair gleich viel?

Welche Fragen stellen Sie sich, bevor Sie über eine Software entscheiden?

Bildquelle: winnifredxoxo auf Flickr, Lizenz CC-BY

Browserlogos. Icons (c) by Microsoft, Google, Apple, Opera, Mozilla

4 Gründe, warum die Wahl des Browsers nicht mehr entscheidend ist

Unterwegs surfe ich mit Safari, am Laptop und Desktop meistens mit Chrome, bisweilen mit Firefox. In der Arbeit brauche ich für SharePoint und eine unserer Intranetanwendungen noch zwingend den Internet Explorer von Microsoft. Ja und? Kann ich mich nicht festlegen?

Es ist mit persönlich weitgehend egal geworden. Ich verwende den Browser, der mir am besten in der Hand liegt. Auf dem Mobiltelefon ist das eben Safari. Funktioniert, wenngleich ich mir das Textumbruchverhalten des Android-Browsers wünschte. Firefox nutze ich am PC oft aus Gewohnheit, dafür startet Chrome schneller und läuft mit vielen Tabs stabiler. Tja, und Microsoft SharePoint kann ich zwar mit jedem Browser ansehen, aber nur mit dem Internet Explorer vernünftig damit arbeiten. Selbiges gilt auch für eine unserer wichtigsten Intranetanwendungen in der Arbeit.

Warum meine ich nun, es sei fürs allgemeine Internet egal, welchen Browser man benutzt?

  1. Moderne Browser sind akurater in der Darstellung von Websites geworden. Die meisten Elemente der Aussehensdefinition CSS werden von allen aktuellen Browsern gut umgesetzt.
  2. Auf verschiedenen Zugangsgeräten sind oft nur bestimmte Browser verfügbar. Was auch immer Ihr präferierter Browser ist: auf dem jeweiligen Gerät gibt es vielleicht nur einen oder zwei. Weil die Plattform es nicht anders zuläßt (Apple iPhone, Apple iPad), weil es einfach nicht alle Browser für alle Geräte gibt (Android) oder weil ihr Firmen-PC das Installieren eigener Software nicht zuläßt.
  3. Die Tastaturkürzel sind bei den meisten Desktop-Browsern sehr ähnlich. Der zeitweise Umstieg von einer auf die andere Software mag zwar viele Feinheiten und Produktivitätsvorteile eines bestimmtem Browsers missen lassen, doch die grundsätzliche Bedienung ist überall gleich. Strg-T öffnet einen neuen Tab, Strg-Tab wechselt zwischen Tabs, Strg-W schließt einen Tab, Strg-N öffnet ein neues Fenster, Strg-D speichtert ein Lesezeichen und F6 oder Strg-L springt in die Adresszeile. Der mittlere Mausklick oder Strg-Klick hat sich zum Öffnen von Links in einem neuen Tab ebenfalls durchgesetzt.
  4. Es ist immer mal der eine, dann wieder der andere Browser der Treiber, wass Innovation angeht. Die anderen übernehmen Neuerungen oft nach einiger Zeit, so dass derjenige, der nicht immer das neueste Feature haben muss, entspannt sein kann. Netscape fing an, dann übernahm Microsoft, dann Opera, dann Mozilla mit Firefox, jetzt gerade Google mit Chrome. Wer weiß schon, was in ein oder zwei Jahren ist?

Sehen wir uns doch die gängigen Browser einmal an:

  1. Internet Explorer ist nicht mehr der Antichrist, was Webstandards angeht, zumindest nicht in den neueren Versionen. Sie verstehen ganz normales CSS und stellen Seiten vernünftig dar.
  2. Chrome ist schnell und hat einige nette Funktionen, die ich gerne nutze, wie etwa einfach in der HTML-Struktur der Seite herumzunavigieren. Chrome ist von Google und teilweise Open Source, aber eben nur teilweise.
  3. Firefox bringt ein reichhaltiges Ökosystem an Add-Ons mit, die einiges bringen, aber auch den Speicherverbrauch aufblähen und das Arbeiten damit bisweilen zäh machen. Firefox ist Open Source, betreut von der Mozilla Corporation.
  4. Safari von Apple ist in Ordnung, ich hatte nur noch keinen Grund, mich außerhalb des Smartphone daran zu gewöhnen. Mir gefällt die Übersicht der zuletzt angesehenen Webseiten, die Chrome hier abgekupfert hat.
  5. Opera ist schick und ähnlich schnell wie Chrome. Stellt alles sauber dar, was ich brauche. Ist mir von der Benutzeroberfläche her zu mächtig, daher nutze ich diesen fast gar nicht. Opera Software ist die einzige Firma in der Liste, deren kostenloses Hauptprodukt der Browser darstellt.

Außer Konkurrenz, aber für mich eine Erinnerung an Studienzeiten:

  • Lynx ist immer noch ausgezeichnet, wenn man die Vorlesetauglichkeit einer Website prüfen will. Zum normalen Arbeiten nutze ich ihn gar nicht, und früher nur, wenn ich auf einem anderen Computer per Telnet surfen wollte. Lynx ist ein Open Source-Projekt.

So viele Programme, um das Web zu nutzen. Mit dem Einsatz von Firefox setzen Sie am ehesten noch ein Zeichen für Open Source Software, ansonsten gilt: Letztendlich ist es weitgehend Geschmackssache. Und das ist gut so.

Die Logos der Browser im Bild oben sind Eigentum der jeweiligen Firmen und Organisationen: Microsoft, Google, Apple, Opera, Mozilla.

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Manchmal muß es kommerzielle Software sein: Grafiktablett mit GIMP vs. Photoshop Elements unter Mac OS X

Das ist genau die Frage: Wo genau malt der Mauszeiger?

Ich bin umgestiegen. Nachdem ich fast zehn Jahre lang zufrieden GIMP verwendete, musste ich nun auf Adobe Photoshop Elements wechseln.

Das heißt ich habe eine freie, kostenlose Software durch eine kommerzielle ersetzt. Obschon ich selbst im Hauptberuf mithelfe, MATLAB & Simulink, also kommerzielle Software, unter die Leute zu bringen, habe ich es nun zum ersten mal selbst erlebt, dass eine freie Software meine Bedürfnisse nicht mehr erfüllen konnte.

Warum? Weil ich mein Wacom Grafiktablett verwenden möchte, welches unter Windows 2000 wunderbar mit der Windows-Version von GIMP seinen Dienst versah, jedoch nicht mehr richtig unter Mac OS X.

Ja, ich mochte GIMP. Ja, ich kam gut mit GIMP zurecht, es tat alles, was ich brauchte. Eigene Makros habe ich zwar nie umfänglich nutzen können, da ich mich dazu mehr mit Lisp-Programmierung hätte auseinandersetzen müssen, doch für meine Zwecke der Fotonachbearbeitung reichte GIMP mehr als aus. Doch leider läuft GIMP unter Mac OS X im sogenannten X-Server, einer von Unix und Linux bekannten grafischen Oberfläche. Da Mac OS X ein Unixoid ist, fällt es verhältnismäßig leicht, Anwendungen zu portieren. Doch manches hakt eben. In meinem Fall kommen die Steuersequenzen des Grafiktabletts nicht vernünftig im X-Server und damit in GIMP an, der Mauszeiger bewegt sich entweder gar nicht oder um eine Sekunde verzögert. Dass damit ein Arbeiten fast unmöglich wird, dürfte klar sein. Ob nun GIMP, GTK, Apples X-Server oder Mac OS X allein dafür verantwortlich sind oder eben die Kombination, ist für mich unerheblich.

Zwar finden sich im Netz an wenigen Stellen Hinweise auf ähnliche Probleme, doch zur Lösung trug bislang keine der Fundstellen bei. Es scheint einfach daran zu liegen, dass es bis dato keine native Portierung von GIMP auf Mac OS X gibt, als eine, die ohne den X-Server auskommt. Freie Software heißt zwar auch, dass ich selbst Hand anlegen könnte, doch freie Software benötigt dann eben auch genügend freie Zeit zum Programmieren und vorher einarbeiten.

So wechselte ich ohne Groll, denn ebensowenig wie ich Zeit, Muße und das Können habe, GIMP wirklich auf den Mac zu bringen, so hat es im Moment wohl auch niemand anders. Das ist einfach einer der Nachteile freier Software: Wenn sich keiner findet, dem das bestimmte Feature Spaß macht, dann gibt es dies auch nicht.

Für mich gab das den Ausschlag, mir Adobe Photoshop Elements zuzulegen. Dass dies wie gewünscht mit dem Grafiktablett harmoniert, konnte ich anhand einer kurzen Testinstallation rasch klären. Und was bedeuten schon die paar Euro gegenüber eingesparter Zeit und Nerven.

Manchmal hilft eben kommerzielle Software weiter als freie. Beides hat seine Berechtigung. Dogmatismus ist überflüssig.