Schlagwort-Archiv: Bahn

Spracherkennung am Smartphone

7 Dinge, die Apple’s Siri auf dem iPhone können sollte

Hach, iPhone und Siri. Es ginge ja durchaus noch besser. Seit dem iPhone 4S können wir dank einer Software zur Spracherkennung namens Siri mit dem Apple-Telefon reden, und – je nach Konfiguration – das Telefon mit uns. Das hat einen großen Vorteil, denn jetzt muss man niemanden mehr anrufen, wenn man eigentlich nichts zu sagen hat, aber trotzdem das Telefon ans Ohr halten möchte. Seit ihrem Erscheinen erheiterte Siri, wegen der weiblichen Stimme hier mit entsprechendem Artikel versehen, durch vorhersehbare Nonsense-Antworten auf Nonsense-Fragen Teile der Blogosphäre, und ab und an auch durch Nonsense-Antworten auf durchaus berechtigte Kommandos.

Ich selbst nutze Siri nur relativ selten, weil viele meiner Standardaufgaben für das Apple iPhone durch Siri noch nicht abgedeckt sind. Nachdem ich kein Android-Gerät besitze, kann ich nicht beurteilen, ob Google hier in einzelnen Bereichen schon weiter ist. Insgesamt freut es mich, wenn einer vorprescht, weil dann auch die jeweils konkurrierende Plattform nachziehen wird.

Folgende Aufgaben würde ich mir auf dem iPhone durch Siri abgedeckt wünschen.

  1. Häufig wiederkehrende Kommandos lokal auswerten. Abhängig von der Komplexität des Kommandos und der verfügbaren Internetverbindung hat Siri auf dem iPhone eine ziemlich lange Latenz. Es würde mich freuen, wenn von mir häufig verwendete Fragen lokal auf dem Gerät ausgewertet werden könnten und die Antwortzeit so verbessert würde. Weiterlesen
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Angenehmer anreisen mit dem Nachtzug – 5 Vorteile & 5 Tipps

Kennen Sie das: Sie stehen um 4 Uhr 30 auf, verlassen um 5 Uhr das Haus, nur um den Flieger um 6 Uhr 45 zu bekommen, der – mit Verspätung – um 8 Uhr 15 am Zielort landet, so dass Sie vom Flughafen noch die lange Strecke bis in die Innenstadt bewältigen können, weil pünktlich um 10 Uhr Ihr Termin beginnt, eine Zeit, zu der Sie nun schon fünfeinhalb Stunden auf den Beinen und entsprechend müde sind.
Oder Sie fliegen schon am Vorabend, und sehen somit weder Ihren Lebenspartner noch können Sie Ihre Kinder ins Bett bringen. Dafür nehmen Sie den letzten Flieger, waren vorher zu Hause oder eben nicht, landen mit Verspätung, so dass es in der Stadt auch nichts vernünftiges mehr zu Essen gibt und Sie um kurz vor Mitternacht im Hotel im Bett liegen.

Schlafen und reisen gleichzeitig

Ich schreibe diese Zeilen sitzend auf meinem Bett. Draussen vor dem Fenster zieht die Landschaft vorbei, es liegt noch weißer Raureif auf den Feldern. Es ruckelt ein wenig, und der Wind säuselt am Schlafwagen vorbei. Weiterlesen

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Stress liegt im Auge des Betrachters – Was Pendler nicht nerven muss

Die Karrierebibel listet uns uns auf, was Pendler auf dem Weg zur Arbeit nervt. Das erinnert mich unbedingt an meine Behauptung »Die eigene Sichtweise macht die Realität aus«.

Die Frage ist doch, ob ich diese Faktoren nur »nicht begrüße« oder ob sie mir »Stress machen«. Und ob mir etwas Stress macht, ist allein meine Entscheidung. Wie Nicola Fritze zu sagen pflegt: Ich habe immer die Wahl.

Stressfaktoren und andere Sichtweisen darauf

1. Verspätungen und Betriebsstörungen 44%

Verspätungen sind immer schade. Meine Verspätungen sind meist weniger als 30min, vielleicht habe ich da einfach Glück.

Mein Tipp: Immer was zu lesen oder zum arbeiten dabei haben. Mit Laptop zum Arbeiten stören mich Verspätungen nur wenig. Über die Hälfte der Befragten sieht das auch nicht als Stressfaktor an.

Im Auto ist ein Stau ebenfalls bedauerlich, doch viel besser auszuhalten, wenn man Musik oder einen schönen Podcast dabei hat. Wenn ich freilich so spät losfahre, dass jeder Stau meinen Termin infrage stellt, dann habe ich Stress. Der ist durch gute Planung zu vermeiden.

2. Schlechte/gefährliche Fahrweise 40%

Immer überlegen, ob der andere schlecht/gefährlich fährt oder ob ich selber vielleicht mit meiner Reaktionsgeschwindigkeit nicht ganz auf der Höhe bin. Vielleicht bin ich nicht ausgeschlafen oder heute mal schreckhaft?

3. Aggressive Autofahrer 38%

Ist tatsächlich der andere aggressiv? Oder bin ich’s selbst und interpretiere Handlungen des anderen?

Habe ich einen Drängler hinter mir, so lasse ich ihn vorbei und muss mir keine Gedanken mehr über ihn machen.

4. Mangelnde Information durch Verkehrsunternehmen 25%

Stimmt, das ist schade. Aber verursacht es Stress?

5. Schlechte Luft und Hitze 22%

Wo? Im Auto? Lüften! In der Bahn? Ja, in der Tat schade. Wäre ich grad in einer Disco, wär die Luft noch schlechter und heißer. Also, Musik auf dem iPod aufdrehen und Disco-Feeling starten.

Ich gebe zu: ich geh nicht in Discos. Schlechte Luft und Hitze ist etwas, was mich im Zug tatsächlich bisweilen stört. Aber Stress verursacht schlechte Luft keinen, höchstens Übelkeit.

Die beste Sicht auf ausgefallene Klimaanlagen im ICE bieten übrigens die Karikaturen, die wir im Sommer sahen.

6. Laute Handy-Gespräche 21%

Da kann ich recht einfach selbst Abhilfe schaffen und den betreffenden bitten, leiser zu telefonieren. Die meisten machen das ja unabsichtlich und sind sogar dankbar für eine freundliche Bitte.

Oder ich setze mich im Zug in einen Wagen mit dem »pssst«-Zeichen. Oder ich setze meine Kopfhörer auf.

7. Körper- und Essensgerüche 13%

Dann setz ich mich woanders hin. Hilft. Ein kurzer Gesichtscheck beim Einsteigen davor hilft ebenfalls. Pendler entwickeln im Normalfall einen guten Blick für sowas.

Stress liegt im Auge des Betrachters…

… nicht in der Sache selbst.

Was stresst Sie? Und wie könnten Sie es anders sehen?

Bahnhalt im Winter

Unterwegs 2 – (fast) noch ein Gedicht

Bahnhalt im Winter

Es schiebt nach links, nach rechts es ruckt
Allein den Vortrieb spürt man nicht
Durch den Abend sausend eilt der Zug
Der Heimat entgegen, dem Licht

Der Bildschirm leuchtet am Nebentisch
Allein es bewegt sich ein Bilderreigen
Das Tabellenwerk ist noch ganz frisch
Geschäftig klackern die Tasten beim Schreiben

Leises Murmeln schwingt im Wagen
Durchbrochen nur vom Rascheln der Bücher, weiter
Vom näselnden Klang der Ansagen
Von den schreitenden Schritten der Zugbegleiter

Die geschäftig wandeln und prüfen
Innig in die Geräte blickend als ob dort
Eine Wahrheit verkündet sie trüge
Zur Zufriedenheit ihrer Gäste fort

Des Wassers Oberfläche im Glas kräuselt Kreise
Gleichmäßiger Rhythmus der Gleise
Und Räder und Achsen
Muster der Reise.

Augsburg 21 oder wie Diskussionen mit dem Harvard-Konzept erfreulicher sein könnten

Wir hatten in Augsburg auch unser Stuttgart 21. Nicht so groß, nicht so teuer, nicht so weit fortgeschritten, die Proteste nicht so heftig. Und unser Augsburg 21 kommt auch nicht, ein Bürgerentscheid hat das ganze Ende November abgelehnt.

Im Folgenden möchte ich zunächst das Problem schildern, um dann eine Lanze zu brechen für eine andere, bessere Art der Verhandlung und Diskussionsführung, welche dem Harvard Negotiation Project entstammt, und die Sie bitte außer für Innenstadtverbesserungen auch für alle anderen Arten von Verhandlungen einsetzen. Weiterlesen

Unterwegs 1 – (fast) ein Gedicht

Blick auf ein Containerhäuschen am Augsburger Hauptbahnhof

Menschen im Abteil, gemeinsam unterwegs und doch allein
Verschiedenes Ziel eint ihre Fahrt
Eigene Gedanken, eigene Pläne, starren sie
Oft nicht bedacht, sprechen ins Leere.
Mehr Worte als Sinn, mehr Klang als Raum.

Bahn fährt, Bahn steht. Kalt haucht der Wind an der Kante,
Der Zug kommt gleich oder auch später, meist so.
Doch schließlich naht er. Gedränge an der Tür.
Jeder sucht seinen Platz, viele werden fündig.
Die Reise nach Hause gleicht der nach Jerusalem.

Pendler strömen über den Bahnsteig gleich einer Flut
Fluten sie die Gänge, ergießen sich über die Stiegen
Über die Rolltreppen hinab in die Tiefe klingen
Die Schritte der Menschen, die in Eile sind
Und hallt das Rumpeln der Züge oben und unten.

Stille umfängt im Park neben dem Bahnhof
Alle die dort gehen oder radeln nach Haus
Manche eilen, manche schlendern
Ein Jogger kreuzt den Weg, dazu ein Hund
Abend ist’s für jeden, ob Ziel oder nicht.

10 Gründe, warum Bahnfahren innerdeutsch besser als Fliegen ist

Ja, ich fahre gerne mit dem Zug, vor allem, wenn es auf Dienstreisen geht. Warum? Das möchte ich an dieser Stelle gern mal ausführen.

  1. Im IC/EC/ICE ist auch in der Holzklasse der Sitzabstand größer als im Flugzeug.Genug Platz, um den Laptop aufzuklappen. Außer im Fuggerexpress, dafür muß ich noch auf meinen Laptop mit deutlich kleinerem Bildschirm warten.
  2. Beim Zugfahren komme ich an den Bahnhof, der Zug kommt, ich setze mich auf meinen Platz und kann dann tun, was ich will. Bei Flieger muß ich erst am Check-In anstehen, dort ggf. mein Gepäck abgeben, dann an der Sicherheitskontrolle anstehen, mir dann die Zeit bis zum Boarding vertreiben, dann beim Boarding anstehen, dann im Flieger anstehen, bis ich an den Platz kam. In Summe mindestens eine halbe Stunde Verschnitt, in der ich nichts wirklich tun kann, noch nicht mal einfach rumsitzen und nichts tun.
  3. Im Zug darf man auch beim anfahren/abbremsen am Laptop arbeiten, im Flugzeug bei Start und Landung nicht. Und die Zeit dazwischen ist auf innerdeutschen Flügen gerademal zwanzig bis dreißig Minuten. Außerdem treten Verspätungen beim Bahnfahren nicht öfter auf als beim Fliegen.
  4. Zugfahren schädigt die Umwelt deutlich weniger als Fliegen. Je nach Modell entstehen beim Fliegen 300-400g/km CO2 pro Person, bei der Bahn 40-110g/km CO2 pro Person
  5. Wenn ich von einem Termin später wegkomme, nehme ich einfach den nächsten Zug. Außer bei Sparpreisen geht dies ohne Umbuchungsgebühr.
  6. Im Zug kann ich dank Handyticket auch noch direkt beim Einsteigen eine Fahrkarte lösen.
  7. Der Zug bringt mich innerhalb Deutschlands überall dahin, wo es das Flugzeug auch kann. Und noch an deutlich mehr Orte.
  8. Im Zug habe ich Internet, sei es via Mobilfunk oder stellenweise sogar WLAN. Im Flugzeug nicht oder nur zu horrenden Kosten.
  9. Die Fenster zum rausschauen sind im Zug deutlich größer.
  10. Beim Bahnfahren darf ich soviel Getränke, Shampoo und Rasierschaum im Handgepäck mitnehmen, wie ich will, und darf sie auch im Kulturbeutel lassen statt sie in durchsichtige Plastiktüten zu stecken.

Fazit: Eine Reise von Augsburg nach Hannover dauert mit dem Zug gut vier Stunden, inklusive zehn Minuten Fahrt von mir zu Hause bis zum Bahnhof Augsburg. Mit dem Flugzeug brauche ich eine gute Stunde bis zum Flughafen, fast eine Stunde am Flughafen für Check-in, Sicherheit, Boarding, eine Stunde Flugzeit, eine Stunde für Gepäck einsammeln und vom Flughafen nach Hannover reinkommen. Im einen Zug habe ich fast vier von vier Stunden am Stück für mich, im Flugzeug maximal eine halbe Stunde von vier.

Wie seht Ihr das?