Kategorie-Archiv: Technologie

Neues und Gedanken zu Simulation, Modellierung und rechnergestützter Entwicklung und Technologie-Themen.

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20 Fragen zu Datenschutz, Bestandsdatenauskunft und Vorratsdatenspeicherung

“Diejenigen, die bereit sind grundlegende Freiheiten aufzugeben, um ein wenig kurzfristige Sicherheit zu erlangen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.«
Benjamin Franklin

Datenschutz-Fragen an unsere Politiker

Es bietet durchaus Potential für Selbsterkenntnis, sich als Wähler folgende Fragen selbst einmal zu stellen.

  1. Wie viele Straftaten wurden bislang durch die Nutzung von Bestandsdaten aufgeklärt? Absolut? Im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Straftaten?
  2. Wie viele Straftaten wurden bislang durch die Nutzung von Telekommunikationsverbindungsdaten aufgeklärt? Absolut? Im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Straftaten?
  3. Wie sehen diese Zahlen für die USA aus?
  4. Was macht aus Ihrer Sicht einen Terrorverdächtigen aus?
  5. Auf welche Menschen treffen diese Merkmale noch zu?
  6. Was versuchen Ihrer Meinung nach Terroristen aller Art zu erreichen?
  7. Gibt es Ihrer Meinung nach grundlegende Ursachen für Terrorbereitschaft? Welche Maßnahmen könnten diese Ursachen beeinflussen?
  8. Welche Gesellschaft wollen Sie für Deutschland, für Europa?
  9. Wie will/soll ich meinen Nächsten sehen?
  10. Welche Bedeutung hat für Sie Veränderung und technologische Entwicklung?
  11. Welche Vorteile sehen Sie an Gesellschaftssystemen wie denen in China oder in Singapur?
  12. Welche Nachteile haben diese Gesellschaftssysteme?
  13. Welche Verbindung sehen Sie zwischen den Vor- und Nachteilen der beiden vorigen Fragen?
  14. Wie stehen Sie zur Nutzung von Technologie für das Auffinden von Plagiaten bei Dissertationen, insbesondere von Personen des öffentlichen Lebens? Welches Gefühl löst dies in Ihnen aus?
  15. Welche Maßnahmen sind Ihrer Meinung nach geeignet, ein gewisses Niveau an Sicherheit zu bieten, ohne dabei das Niveau an Freiheit zu senken?
  16. Welche aktuellen und historischen Daten über sich selbst geben Sie auf Nachfrage heraus zur Veröffentlichung?
  17. Welche aktuellen und historischen Daten über sich selbst fühlen Sie sich wohl, auch ohne konkrete Nachfrage zur Verfügung zu stellen?
  18. Wann haben Sie zuletzt am Computer etwas neues gelernt?
  19. Was bedeutet für Sie Netzneutralität?
  20. Was bedeutet für Sie Artikel 38 Absatz 1 des Grundgesetzes?

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Wolkenfront

Veränderung durch Digitalisierung der Entwicklung

Wir befinden uns mitten in einer Zeit des Umbruchs, in der Zeit der Digitalisierung des Lebens. Nico hat in seinem Artikel zum Ersten Mai »Die Rolle des Menschen bei der Digitalisierung der Arbeit« einen Anstoß für mich geliefert, über Entwicklung im Besonderen zu schreiben.

Am ersten Mai wird der Arbeiterbewegung gedacht, die 1856 in Australien und 1886 in den USA mit Massenprotesten für bessere Arbeitsbedingungen demonstrierten. Damals waren die Fronten und Forderungen relativ klar: Kürzere Arbeitszeiten und bessere Bezahlung. Dies als Mission gaben sich später ganze Parteien als Programm.

Für viele Menschen ist dies weltweit immer noch das Ziel, auch hierzulande in einigen Branchen. Was wir zusätzlich sehen, ist die Erosion von Arbeitsplätzen durch Automatisierung. Klassische Reisebüros sterben aus und werden durch Buchungsportale im Internet ersetzt. Alles, was als Bildschirmrückseitenberatung – ein Begriff, den Gunter Dueck einführte – stattfindet, wird verschwinden. Viele Diskussionen, die wir über Bezahlung und Modalitäten in derlei Branchen haben, sind Rückzugsgefechte. Leistungsschutzrecht: Ein Rückzugsgefecht der Zeitungsverlage, aber im Prinzip im Geiste des ersten Mai.

Nico hebt die »Steigerung der Produktivität durch digitale Werkzeuge« mit deren Risiken hervor, und er hat Recht. Wenn ich nur die Produktivität steigere, also den Output vergrößere, ohne dass sich die eigentliche Methodik der Arbeit oder deren Inhalt ändert, und mir selbst der Sinn der Arbeit zunehmend zweifelhaft vorkommt, dann entsteht eher Burnout als sonst.

Digitalisierung in der Entwicklung

Ich bin beruflich ziemlich viel in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Firmen und Institutionen Deutschland und neuerdings Europas unterwegs, und es finde zwei grundsätzliche Arten von Menschen dort — egal ob Führungskräfte oder Mitarbeiter: Weiterlesen

Elefant

Storytelling & Software und ein Elefant – wie geht denn das?

Geschichten, die das Leben schreibt oder zumindest geschrieben haben könnte, bewegen die Zuhörer ganz anders als bloße Fakten. Das schreibt nicht nur Garr Reynolds in seinem »Naked Presenter« oder Nancy Duarte, sondern auch Caroline Kliemt in ihrem Aufruf zur Storytelling-Blogparade Are we all storytellers?.

Wie aber passen Geschichten zu technischer Software wie MATLAB & Simulink? Wie gehen wir bei MathWorks mit Geschichten um? Unsere Firma lebt davon, Softwarelizenzen zu verkaufen, und dementsprechend gibt es einen Vertrieb, der sich hauptberuflich damit beschäftigt und potentielle Anwender berät. Angenehmerweise haben MATLAB & Simulink seit fast 30 Jahren nicht nur viele Anwender gefunden, sondern bei diesen auch viele Geschichten entstehen lassen und Storytelling ermöglichen. Mit Elefant. Weiterlesen

Zaun

Deine Daten liegen immer irgendwo… Tipps zum Exportieren

…die Frage ist nur, wie du darauf zugreifen kannst.

Richard Gutjahr empfiehlt, mehr selbst zu bloggen. Dem stimme ich zu, dasselbe hat Ende 2012 auch Johnny Häusler gefordert. Trotzdem nutzen wir Internetdienste, weil sie einfach einfach sind und ohne große Sachkenntnis zu bedienen sind, und um mit anderen eben leichter in Verbindung bleiben zu können. Ein Dilemma? Nicht wirklich, so lange Sie sich Gedanken machen, wie Sie Ihre Daten dort herausbekommen.

Social Web mit Diensten

Was haben Google, Facebook, Twitter, LinkedIn und Xing gemein? Sie bieten eine Plattform. Ohne die Inhalte, welche die Nutzer erstellen, sind sie nutzlos. Für mich als Nutzer entsteht der Nutzen also aus dem Benutzen, also in der Regel, dass ich selbst dort etwas eintrage, etwas schreibe, ganz allgemein: etwas beitrage.

Wie nun Kerstin Hoffmann ganz richtig sagt: »Dein Facebook gehört nicht dir.«
Alle oben genannten Dienste sind Firmen, in der Mehrheit börsennotierte Aktiengesellschaften und damit geradezu verpflichtet, Gewinn zu machen. Isso. Also machen sie das auch. Bei Google und Facebook ist der Fall noch relativ klar: Geld wird durch Werbung verdient, in beiden Fällen potentiell sehr hoch fokussiert — potentiell deshalb, weil ich öfters eher belustigt bin von den beworbenen Begriffen. Xing und LinkedIn finanzieren sich auch durch die Nutzer, was diese eben auch zu Kunden macht. Merke: als Premium-Kunde bist du Kunde, als Nicht-Premium-Kunde bist du kein Kunde, sondern Datenlieferant. Das ist für mich auch okay, der Nutzen überwiegt für mich. Nur verlasse ich mich eben nicht darauf, dass diese Dienste dauerhaft bestehen oder akzeptable Bedingungen bieten.

Für mich gilt daher:

  1. Ich exportiere regelmäßig meine Inhalte aus Sozialen Diensten, also meine Beiträge, wie auch meine Verknüpfungen zu anderen Menschen.
  2. Bevor ich einen neuen Dienst anfange zu nutzen, prüfe ich, ob und wie ich 1. tun kann.

Meist ist dies einfach, manchmal ein wenig komplizierter, wie an den folgenden Beispielen zu sehen: Weiterlesen

EDUCON2013_Simulink_m-1

22 Professoren spielen LEGO Mindstorms mit Simulink ‒ IEEE EDUCON 2013 in Berlin

Die dritte Woche in Folge ein Artikel aus der Praxis, aber wieder ganz anders: Heute war der Workshop-Tag der IEEE EDUCON 2013 in Berlin, der jährlich wandernd stattfindenden Annual Global Engineering Education Conference.

Wir waren ebenfalls vertreten mit dem Workshop »LEGO Mindstorms with MATLAB & Simulink for Teaching Controls, Robotics and Mechatronics«. Es ist schon ein faszinierender Anblick 22 Professoren aus aller Welt ‒ von Katar über USA bis Russland und Australien ‒ beim »Lego-Spielen« mit Simulink zuzusehen.

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Nao und Anna

Tanzen im Rampenlicht – Die Verbindung zwischen Robotik, Videoverarbeitung und Kunst

Ich mag Messen und Konferenzen, da nirgendwo sonst die Möglichkeit hat, mit so vielen verschiedenen Menschen, die ganz verschiedene Dinge erschaffen, an einem einzigen Tag zu sprechen. Die Embedded World, die jedes Jahr Ende Februar in der Messe Nürnberg stattfindet, ist eine solche Veranstaltung. Jedes mal ist es wunderbar, die Breite der Themen zu sehen, zu denen uns Leute ansprechen, und es macht Spaß, mit ihnen zu diskutieren und herauszufinden, welche unserer Tools rund um MATLAB & Simulink sie erfolgreich machen können.

Dies ist die deutsche Fassung meines Blog Posts »Dancing in the spotlight – The intersection between robotics, video processing and art«, der im Blog »MATLAB Spoken Here« erschien.

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SE 2013 – Dinner

Eindrücke aus dem Workshop SEUH 2013 und der Software Engineering Multikonferenz 2013

Auf dem Workshop »Software Engineering im Unterricht an Hochschulen 2013«, der Bestandteil der Software Engineering Multikonferenz 2013 war, gab es einiges, was mir hängen blieb. Die Konferenz fand statt an der RWTH Aachen, die ja schon Erstsemester Roboter mit MATLAB und Lego Mindstorms bauen lässt, und ich freute mich besonders, dass wir dieses Ereignis sponserten. Ein paar Gedanken sind mir besonders aufgefallen, diese möchte ich hier teilen. Weiterlesen

Simulink Baggersteuerung

Papa, was arbeitest du eigentlich bei MathWorks?

Oder wie es Wibke Ladwig in ihrer Blogparade zum Thema schwer erklärbare Berufsbilder formuliert:

»Ich stelle fest, dass wir alle kaum mehr richtige Jobbezeichnungen habe. Also welche, die gemeinhin verstanden werden.«

Als mich nun mein Sohn fragte »Papa, was arbeitest du eigentlich jetzt bei MathWorks?«, da musste eine allgemein verständliche Antwort her (Der junge Mann ist sechs und spricht MathWorks mittlerweile ebenso einwandfrei aus wie MATLAB). Dieselbe Frage bekommt man auch auf Konferenzen und bei anderen Gelegenheiten gestellt, bei denen man eben Menschen trifft. Die Antwort: Weiterlesen

Spracherkennung am Smartphone

7 Dinge, die Apple’s Siri auf dem iPhone können sollte

Hach, iPhone und Siri. Es ginge ja durchaus noch besser. Seit dem iPhone 4S können wir dank einer Software zur Spracherkennung namens Siri mit dem Apple-Telefon reden, und – je nach Konfiguration – das Telefon mit uns. Das hat einen großen Vorteil, denn jetzt muss man niemanden mehr anrufen, wenn man eigentlich nichts zu sagen hat, aber trotzdem das Telefon ans Ohr halten möchte. Seit ihrem Erscheinen erheiterte Siri, wegen der weiblichen Stimme hier mit entsprechendem Artikel versehen, durch vorhersehbare Nonsense-Antworten auf Nonsense-Fragen Teile der Blogosphäre, und ab und an auch durch Nonsense-Antworten auf durchaus berechtigte Kommandos.

Ich selbst nutze Siri nur relativ selten, weil viele meiner Standardaufgaben für das Apple iPhone durch Siri noch nicht abgedeckt sind. Nachdem ich kein Android-Gerät besitze, kann ich nicht beurteilen, ob Google hier in einzelnen Bereichen schon weiter ist. Insgesamt freut es mich, wenn einer vorprescht, weil dann auch die jeweils konkurrierende Plattform nachziehen wird.

Folgende Aufgaben würde ich mir auf dem iPhone durch Siri abgedeckt wünschen.

  1. Häufig wiederkehrende Kommandos lokal auswerten. Abhängig von der Komplexität des Kommandos und der verfügbaren Internetverbindung hat Siri auf dem iPhone eine ziemlich lange Latenz. Es würde mich freuen, wenn von mir häufig verwendete Fragen lokal auf dem Gerät ausgewertet werden könnten und die Antwortzeit so verbessert würde. Weiterlesen
Internet Gehirn. Collage aus Fotos von everyone’s idle auf Flickr, Lizenz CC-BY-SA, und bhav.bhav auf Flickr, Lizenz CC-BY.

Lesen: Nicholas Carr – The Shallows. Wer bin ich, wenn ich online bin und was macht mein Gehirn solange

Gehirn? Internet? War da nicht vor einigen Monaten ein kleiner Aufruhr im Netz, als ein Manfred Spitzer ein Buch über digitale Demenz herausbrachte? Nicholas Carr hat sein Werk »The Shallows« – zu deutsch »Die Geistlosen« – schon 2010 veröffentlicht. Er nimmt sich nicht die gesamte Digitalisierung vor, sondern beschränkt sich auf die Effekte, die beim Nutzen von Webinhalten mit der Zeit entstehen. Der Titel »The Shallows« lässt schon erahnen, dass Nicholas Carr die Entwicklung nicht unbedingt begrüßt, wird doch shallow mit seicht, oberflächlich oder geistlos übersetzt. Im deutschen heißt das Buch »Wer bin ich, wenn ich online bin…: und was macht mein Gehirn solange? – Wie das Internet unser Denken verändert«

Dieser Post erläutert die Ideen des Buches und meine Einschätzung dieser und des Themas. Weiterlesen