Kategorie-Archiv: Kommunikation

Kommunikation umfasst alle Formen von Gespräch, Präsentation, Vortrag, Rede, Schriftstücke. Alles, was anderen Menschen Meinungen, Fakten und Inspiration näher bringt.

Eisberg

Lesen: Peter Siwon – Die menschliche Seite des Projekterfolgs

Projekte funktionieren oder scheitern selten allein aus technischen Gründen. Der Erfolg von Projekten ‒ besonders von Softwareprojekten ‒ hängt von den Menschen ab, die an dem Projekt arbeiten. Und wo Menschen zusammen arbeiten, wirken Denkmodelle, Gewohnheiten, Gefühle und Hormone auf den Erfolg oder Misserfolg. Peter Siwon, einigen bekannt als Glossist für die Elektronik Praxis und als Kopf hinter dem »Embedded Software Engineering Kongress«, hat ein Buch darüber geschrieben: Die menschliche Seite des Projekterfolgs: Was Softwerker über (verborgene) Denkautomatismen und -modelle in der Projektarbeit wissen müssen. Weiterlesen

Elefant

Storytelling & Software und ein Elefant – wie geht denn das?

Geschichten, die das Leben schreibt oder zumindest geschrieben haben könnte, bewegen die Zuhörer ganz anders als bloße Fakten. Das schreibt nicht nur Garr Reynolds in seinem »Naked Presenter« oder Nancy Duarte, sondern auch Caroline Kliemt in ihrem Aufruf zur Storytelling-Blogparade Are we all storytellers?.

Wie aber passen Geschichten zu technischer Software wie MATLAB & Simulink? Wie gehen wir bei MathWorks mit Geschichten um? Unsere Firma lebt davon, Softwarelizenzen zu verkaufen, und dementsprechend gibt es einen Vertrieb, der sich hauptberuflich damit beschäftigt und potentielle Anwender berät. Angenehmerweise haben MATLAB & Simulink seit fast 30 Jahren nicht nur viele Anwender gefunden, sondern bei diesen auch viele Geschichten entstehen lassen und Storytelling ermöglichen. Mit Elefant. Weiterlesen

Warum es gut für die Diversität ist, dass Google Reader eingestellt wird

Ich mag Google Reader. Es hilft mir, die für mich relevanten Blogs und Nachrichtenseiten in einem Platz zu lesen und den Überblick zu behalten. Nun wird Google Reader, wie am Mittwoch Abend im Google Blog verlautete, zum 1. Juli verschwinden.

Nico bedauert dies, weil er seiner Herzdame jetzt wieder einen anderen Blog-Aggregator andienen muss. Heise und andere sind ganz praktisch und zeigen Alternativen. Martin Weigert stellt Google als Dienstanbieter insgesamt in Frage.

Ich sehe es als Ereignis mit wahrscheinlich positiver Wirkung auf das Softwareökosystem.

Update: Zu diesem Thema habe ich gestern zusammen mit Ulrike Langer (@mauisurfer25),  Romy Mlinz (@snoopsmaus) und Mike Frison (aka @renntv) im Digitalen Quartett diskutiert. Die Aufzeichnung gibt’s hier. Weiterlesen

Spracherkennung am Smartphone

7 Dinge, die Apple’s Siri auf dem iPhone können sollte

Hach, iPhone und Siri. Es ginge ja durchaus noch besser. Seit dem iPhone 4S können wir dank einer Software zur Spracherkennung namens Siri mit dem Apple-Telefon reden, und – je nach Konfiguration – das Telefon mit uns. Das hat einen großen Vorteil, denn jetzt muss man niemanden mehr anrufen, wenn man eigentlich nichts zu sagen hat, aber trotzdem das Telefon ans Ohr halten möchte. Seit ihrem Erscheinen erheiterte Siri, wegen der weiblichen Stimme hier mit entsprechendem Artikel versehen, durch vorhersehbare Nonsense-Antworten auf Nonsense-Fragen Teile der Blogosphäre, und ab und an auch durch Nonsense-Antworten auf durchaus berechtigte Kommandos.

Ich selbst nutze Siri nur relativ selten, weil viele meiner Standardaufgaben für das Apple iPhone durch Siri noch nicht abgedeckt sind. Nachdem ich kein Android-Gerät besitze, kann ich nicht beurteilen, ob Google hier in einzelnen Bereichen schon weiter ist. Insgesamt freut es mich, wenn einer vorprescht, weil dann auch die jeweils konkurrierende Plattform nachziehen wird.

Folgende Aufgaben würde ich mir auf dem iPhone durch Siri abgedeckt wünschen.

  1. Häufig wiederkehrende Kommandos lokal auswerten. Abhängig von der Komplexität des Kommandos und der verfügbaren Internetverbindung hat Siri auf dem iPhone eine ziemlich lange Latenz. Es würde mich freuen, wenn von mir häufig verwendete Fragen lokal auf dem Gerät ausgewertet werden könnten und die Antwortzeit so verbessert würde. Weiterlesen
running woman by mikebaird on Flickr

11 Tipps fürs Präsentieren aus dem Sport

Geraten Sie vor, während oder nach eines Vortrags ins Schwitzen, atmen Sie schneller, strengen Sie sich an? Sind Sie danach ermüdet? Das liegt daran, dass Präsentieren und Sport viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Präsentieren ist Sport. Also verhalten Sie sich auch so.

Die folgenden 11 Tipps nehmen Verhaltensweisen aus dem Sport und übertragen Sie auf das Vortragen. Weiterlesen

bearbeitetes Ursprungsskript in MATLAB von Sam Chen

Konvergenzbereich

Die Konvergenz von verschiedenen Disziplinen, Technologien, Themen ist im 21. Jahrhundert immer bedeutsamer. Mich interessiert diese Wechselwirkung, und die Muster, die dahinter stehen.

Konvergenz von Medien, Technologien, Methoden, Denkweisen

Die Computerfizierung und damit Digitalisierung der meisten Lebensbereiche hat vor gerade einmal einem halben Jahrhundert ernsthaft begonnen, und vor nicht einmal zwanzig Jahren wurde das Internet populär, welches so viele Entwicklungen beschleunigte.

Schaue ich heute in die Entwicklungslandschaft, mit den vielen IT-Themen, deren Wechselwirkung mit sozio-ökonomischen Feldern, sehe ich eine Schnittmenge verschiedener Fachdisziplinen. Schaue ich in die Entwicklungslandschaft von Autoherstellern, Maschinenbauern und der Konsumgüterindustrie ebenso wie der Energiewirtschaft, sehe ich Elektroingenieure, die mit Informatikern zusammen Systeme entwerfen, sehe ich Maschinenbauer, deren Fachkompetenz für Betriebswirtschafter und Volkswirte hilfreich ist und umgekehrt. Weiterlesen

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5 Fallen und 3 Tipps beim Wiederverwenden von Präsentationen

Sie kennen das: ein Vortrag steht an, ähnliches Thema wie beim letzten Mal. Also, schnell das vorhandene PowerPoint-Dokument der letzten Präsentation rausgezogen, die Titelfolie geändert und los geht’s. Wiederverwenden ist das Gebot der Stunde. Und dann stehen Sie vorne, bekommen Fragen, die Sie gar nicht beantworten wollten, und irgendwie haben Sie das Gefühl, am Ziel vorbeizuschrammen.

Wahrscheinlich sind Sie in eine der fünf Fallen von Präsentationen mit vorhandenen Folien getappt. Weiterlesen

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Mikrofon bei Präsentation oder nicht – Die 8-Punkte-Checkliste

Das Buch »Robert Riefstahl – Demonstrating To Win«, beschrieben in meinem Blogpost letzte Woche, ist ein schönes Kompendium der Thematik, wie Sie Software vor potentiellen Kunden präsentieren. Bob Riefstahl gibt viele gute Antworten und strukturiert den Themenkomplex auf wunderbare Weise.

Was die Notwendigkeit von Mikrofon und verstärkter Stimme bei Präsentationen angeht, stimme mit ich Bob jedoch nicht überein. Riefstahl empfiehlt, bei Publikumsgrößen zwischen 15 und 40 Personen auf keinen Fall ein Mikrofon einzusetzen, da die Verbindung zum Publikum dann nicht so persönlich sei wie ohne Verstärker.

Stimme verstärken oder nicht – hängt von den Umständen ab

Meine Meinung ist, dass dies ganz stark von den Gegebenheiten des Raums abhängt. Hängt die Decke besonders niedrig oder besonders hoch, oder schlucken Wände oder Boden viel Schall, so empfehle ich eben doch ein Mikrofon. Nichts ist so hinderlich für eine freie und abwechslungsreiche Stimme wie der Zwang, eben besonders laut sprechen zu müssen. Ein lebendiger Vortrag braucht auch die Möglichkeit, einmal leise sprechen zu können, um besonders wichtige Stellen herauszuheben. Weiterlesen

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Read: Bob Riefstahl – Demonstrating To Win

How to present software in front of prospects? Bob Riefstahl has lots of good answers and structures the complex topic of presenting in software sales in his book Demonstrating To Win.

This article is available in German, too.

Presenting in Software Sales: Bridge Building

Riefstahl gives tips and tricks in all areas of preparation and execution of software presentations in sales organizations:

  • Qualification phase: What is relevant for customers and how to get to the information?
  • Contents preparation: What to present?
  • Different types of audience: What is important for whom?
  • Demo Crime Files: What are typical mistakes, what should you avoid?
  • Technical preparation: what gear should you take?

The basic theme of Demonstrating To Win, which is present on the cover, too, is bridge building. The presenter’s task in a sales organization is to build a bridge for the audience from their current situation to the proposed solution. I like this analogy, because between the current state and the desired state lies the valley of acceptance and implementation of the solution with all its challenges. The presentation thus forms the bridge, either being shaky and not really trustworthy, or solid and easy to walk. The bridge does not get better by golden handrails and swags at the piers, but by solid construction and a flat, non-slippy surface. A bridge that you build for three people to cross needs to be constituted differently than one you want to lead more persons across. Weiterlesen

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Lesen: Bob Riefstahl – Demonstrating To Win – Software vorführen

Wie präsentiert man Software vor potentiellen Kunden? Bob Riefstahl gibt viele gute Antworten und strukturiert den Themenkomplex des Vortrags im Softwarevertrieb in seinem Buch »Demonstrating To Win«.

An English version of this post is available.

Präsentieren im Vertrieb von Software: Brücken bauen

Riefstahl gibt Tipps und Tricks zu allen Bereichen der Vorbereitung und Durchführung von Softwarepräsentationen im Vertrieb:

  • Qualifizierungsphase: Was ist relevant für die Kunden und wie kommen Sie an die Information?
  • Inhaltliche Aufbereitung: Was sollte ich präsentieren?
  • Verschiedene Typen von Zuhörern: Für wen ist was wichtig?
  • »Demo Crime Files«: Was sind typische Fehler, was sollten Sie vermeiden?
  • Technische Vorbereitung: Welche Ausrüstung sollten Sie vorsehen?

Das Grundmotiv von »Demonstrating To Win«, das bereits auf dem Cover beginnt, ist das Brückenbauen. Die Aufgabe des Vortragenden im Vertrieb ist, für das Publikum eine Brücke zu bauen von ihrer momentanen Situation hin zur vorgeschlagenen Lösung. Mir gefällt diese Analogie, da zwischen dem Ist-Zustand und dem Soll-Zustand ja das Tal der Akzeptieren und Implementierung der Lösung mit all ihren Herausforderungen liegt. Die Präsentation bildet also die Brücke, die entweder wackelig und wenig vertrauenserweckend oder stabil und leicht zu beschreiten ist. Die Brücke wird durch goldene Geländer und Girlanden an den Pfeilern nicht besser, sondern durch solide Konstruktion und einen ebenen, griffigen Belag. Eine Brücke, über die Sie drei Personen führen, muss anders beschaffen sein als eine, über die Sie mit Ihrer Präsentation fünfzig und mehr Personen führen wollen. Weiterlesen