Kategorie-Archiv: Fotografie

Espoo – Finnland 2013

Vergangene Woche hatte ich die Gelegenheit, einige Tage in Espoo bei Helsinki, Finnland zu verbringen und mit einem Kollegen die dort ansässige Universität Aalto zu besuchen. Warum wir sie besuchten steht in meinem anderen Artikel. Der Frühling setzte wohl erst nach meinem Aufenthalt dort ein, denn das Meer war noch gefroren. Die dabei entstandenen Fotos gibt es hier.

Die Universität Aalto entstand 2010 durch aus 3 Hochschulen Helsinkis [1]. Die meisten Gebäude wurden von Alvar Aalto entworfen und sind durch den roten Klinker und die teilweise ungewöhnliche Form durchaus ein Blickfang.

[1] Uni Aalto in der Wikipedia

EDUCON2013_Simulink_m-1

22 Professoren spielen LEGO Mindstorms mit Simulink ‒ IEEE EDUCON 2013 in Berlin

Die dritte Woche in Folge ein Artikel aus der Praxis, aber wieder ganz anders: Heute war der Workshop-Tag der IEEE EDUCON 2013 in Berlin, der jährlich wandernd stattfindenden Annual Global Engineering Education Conference.

Wir waren ebenfalls vertreten mit dem Workshop »LEGO Mindstorms with MATLAB & Simulink for Teaching Controls, Robotics and Mechatronics«. Es ist schon ein faszinierender Anblick 22 Professoren aus aller Welt ‒ von Katar über USA bis Russland und Australien ‒ beim »Lego-Spielen« mit Simulink zuzusehen.

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MIT Panorama

Boston im Januar 2013

Vielen Dank für 11 wunderbare Tage in Boston im Kreise von MathWorks-Kollegen aus aller Welt. Dieses jährliche Treffen bedeutet Ergebnisse und Inspiration, Spaß und viel Arbeit. Und zwischendurch ergibt sich immer mal wieder die Gelegenheit für ein Foto.

Thanks for 11 wonderful days in Boston, accompanied by MathWorks colleagues from all over the world. This annual gathering is results as well as inspiration, fun as well as lots of work. And once in a while, there is the opportunity to take a photo.

Die Fotos sind ausnahmsweise nicht alle unter Creative Commons. Bitte beim jeweiligen Foto darauf achten, ob etwas anderes angegeben ist.

St. Martin im Kindergarten – Fotos

Am Montag fand der traditionelle Umzug zu St. Martin in unserem Kindergarten statt. Es war kühl, aber gutes Wetter, und eine wunderschöne Atmosphäre, so dass ich einige Fotos der Feier schoss.

Ausserdem freue ich mich, mit meinem 28mm Objektiv mit Lichtstärke 1:1.8 ohne Blitz sowohl in Abenddämmerung als auch Dunkelheit fotografieren zu können.

In höherer Auflösung gibt’s die Fotos in meinem Google+ Album.

365 Tage

365 Tage Fotografie. Eigentlich ja 366 Tage. Seit 24. April 2011 habe ich beinahe jeden Tag ein Foto aufgenommen und es auf 365.schlosser.info veröffentlicht.

365 Tage alle Bilder

Es war ein faszinierendes Experiment für mich: Werde ich es tatsächlich schaffen, jeden Tag ein neues Foto aufzunehmen? An einigen Tagen war das leichter als an anderen. Manchmal hatte ich zwar ein Foto gemacht, es jedoch nicht gleich am selben Tag auf das Fotoblog gestellt. Manche Tage fehlen komplett, weil ich dort nichts fand, das meine Aufmerksamkeit erregte, oder ich genau dann keine Kamera dabei hatte oder keine Zeit fand, das Foto tatsächlich aufzunehmen. Was ich gelernt habe: Das Foto wird von der Bildaussage her ähnlich gut, wenn ich es mit dem iPhone aufnehme. Die Spiegelreflex freilich macht mehr Spaß, weil es deutlich leichter fällt, Personen und Objekte freizustellen, und Schärfe und Farben zu beeinflussen.

So interessant das Projekt für mich auch war: Ich habe mich entschieden, es bei diesem einen Jahr zu belassen. Meine Kamera habe ich nun schon aus Gewohnheit öfter dabei als in der Vergangenheit, doch mit dem langen Arbeitsweg zu einer eher im Büro stattfindenden Arbeit verläuft mein Leben zu gleichförmig, wenn man täglich darauf blickt, als dass es immer ein gutes Motiv gibt. Es gibt oft besondere Momente, die auch fotowürdig sind, aber eben nicht unbedingt jeden Tag.

Indem ich nun den Druck rausnehme, jeden Tag ein Foto zu machen, wird letztendlich die relative Häufigkeit von wirklich schönen Fotos steigen.

Die komplette Serie gibt’s zu sehen auf der Seite meines Foto-Blog 365 Tage.

metropolis

Die 19 offensichtlichsten Metropolis-Anleihen

Metropolis – Stummfilmmeisterwerk von 1927 von Fritz Lang, ist damit mehr als achtzig Jahre alt. Vor einigen Wochen sah ich Metropolis zum ersten mal, als die restaurierte Fassung bei Arte lief, und sofort fielen mir Dinge auf, die ich in anderen, deutlich späteren Filmen schon gesehen hatte. Metropolis war stilbildend: In neueren Filmen finden sich immer wieder Elemente und Versatzstücke, die bereits in ähnlicher Optik in Metropolis auftauchen. Ob diese nun Metropolis zitieren oder sich unbewusst inspirieren ließen, vermag ich nicht zu sagen.

Das, was mir aufgefallen ist, möchte ich hier auflisten. Einige Elemente fand ich bei Dirk Henninger, bei Sciencefictionlexikon und in der Wikipedia bestätigt.

  1. Die Kleidung der Arbeiter findet sich in sehr ähnlicher Fassung wieder in 1984. Einfache, schlecht sitzende Overalls prägen bei beiden Filmen das Bild der handelnden Gruppe. Der Unterschied ist, dass in Metropolis die Unterschicht diese Kleidung trägt, während es bei 1984 die Mittelschicht ist.
  2. Der Professor C. A. Rotwang findet sich in vielen späteren Filmen wieder, so etwa als Doc Emmet Brown aus der Zurück in die Zukunft-Reihe.
  3. Die Stadt an sich mit den hohe Gebäuden kam mir bekannt vor aus Filmen wie Blade Runner, Das fünfte Element, irgendeiner der Batman-Filme u.a.
  4. Die Laufbahn im Garten der Söhne erinnert mich an die Leni-Riefenstahl-Ästhetik ein Jahrzehnt später.
  5. Die Gestaltung im Garten der Söhne sah ich schon in Kill Bill 2 gegen Ende, beim letzten Gefecht.
  6. Das Videotelefon zum Maschinisten greift einer Unzahl von SciFi-Filmen und Fernsehserien vorweg.
  7. Der Maschinenmensch sieht genauso aus wie C3PO aus Star Wars, bzw. andersherum.
  8. Das Konzept des Maschinenmensch in Menschengestalt ist wohl an die Frankenstein–Geschichte angelehnt, inspirierte aber wohl wiederum Blade Runner und Terminator.
  9. Die Katakomben sah ich schonmal, als Indiana Jones durch ein Labyrinth irrt und dann in einer domartigen Höhle ankommt.
  10. Das Konzept für Marias Transfer auf die Mensch-Maschine kennen wir sowohl aus Robocop als auch Face/off.
  11. Die Leuchtringe bei der Verwandlung der Mensch-Maschine sehen so aus wie die Transporterringe aus Stargate-SG1, nur ohne Metall.
  12. Die Metallbänder über Maria während der Verwandlung tauchen auch im Film Das fünfte Element auf, wenn Leelo erzeugt wird.
  13. Joh Fredersen ist ein reicher/mächtiger Mann, der zum Wissenschaftler geht, um sich Hilfe zu beschaffen. Dieses Versatzstück findet sich immer wieder, sei es bei Dagobert Duck, der Daniel Düsentrieb heimsucht, oder Batman, der sich Hilfe vom Chefingenieur von Wayne Enterprises holt.
  14. Die Art der Arbeiten an den Maschinen sah ich schon in verschiedenen Musikvideos, wobei es mir schwer fällt, ein bestimmtes zu nennen. Um Hinweise wäre ich dankbar.
  15. Freders Blick mit weit aufgerissenen Augen, als er erkrankt und dann die Mensch-Maschine sieht, genau diesen Blick hat auch Jack Nickolson drauf.
  16. Der Wassereinbruch in der Arbeiterstadt kommt später nochmal vor, dann nicht mit Häusern, sondern mit Autos: in Daylight, Sly Stallones Tunnel-Film.
  17. Die Rettung über die Leiter findet sich wieder in Der Untergang der Poseidon.
  18. Die Versöhnung vor der Kirche als Motiv kommt in vielen Filmen vor, zum Beispiel auch in Sissi.
  19. “Der kurz vor dem Ende stehende dramatische Kampf Rotwang – Freder im Dach der Kirche und auf dem Turm wurde 1989 von Tim Burton in Batman fast vollständig kopiert (Joker – Batman).” (Quelle: Wikipedia, Lizenz CC-BY-SA)

Welche Anleihen finden sich noch? Welcher Cineast kennt noch mehr?

(Foto: aus dem Filmtrailer auf Youtube von Warner Bros, dient zur Voransicht.) 

TEDxMunich – Tweetrospektive

Eine gute Veranstaltung war dieses TEDxMunich am 7. Juni in der TonHalle München.

Beinahe wäre es mit dem Live-Twittern nichts geworden:

Die TonHalle ist in der Nähe des Ostbahnhofs leicht zu finden, und zu spät bin ich auch nicht dran:

Pünktlichkeit ist ja die Kunst abzuschätzen, wie weit sich der andere verspäten wird. Und damit lag ich ganz gut.

TEDxMunich - Stage

Die Halle selbst erstaunt mich dann doch, weniger wegen der Halle selbst, sondern mehr wegen der Nicht-Dekoration. Ein großes TEDx-Logo hätte bestimmt noch zum TED-Feeling beigetragen und sich auf Fotos wohl gut gemacht.

Nach zwei für mich schwer zugänglichen Vorträgen zum Auftakt gibt es nun den ersten Redner, der sichtbar zum und mit dem Publikum spricht und sich nicht hinter Technik versteckt, obwohl er Technik nutzt:

Peter Plantecs virtuelle Assistentin ist – trotz großer technischer Schwierigkeiten und Verzögerung – ein versöhnlicher Abschluß der ersten Session.

Bei Naomi Isaacs Vortrag über ihr Projekt »Jeder kann singen« ist für mich dann endgültig die Eröffnung von TEDxMunich. Ihre Präsenz, ihr bewußter Einsatz von Sprache, ihr Herantreten ans Publikum, die kleinen Übungen für alle, das war ganz großes Kino. Übrigens ohne jegliche Technik.

Prof. Klumpner bei TEDxMunich

Die Zusammenballung von immer mehr Menschen in städtischen Umgebungen ist eine Herausforderung, die speziell in der südlichen Hemisphäre zu gigantischen wilden Siedlungen führt (zu dieser Rede ist auch der Abstract lesenswert). Prof. Hubert Klumpner von der ETH Zürich berichtet über ein Projekt, bei dem in einer großen Siedlung eine Seilbahn als öffentliches Nahverkehrsmittel gebaut wurde. Alpenländische Ingenieurskunst als Lösung für ein Urbanisierungsproblem – wunderbar. Und ein sehr überzeugender Redner dazu.

Wie noch mehrmals an diesem Tag werden TED-Videos eingestreut, die durchwegs kurze, gute Reden von meist US-amerikanischen TED- und TEDx-Veranstaltungen bringen. Dies bremst jedoch leider das Live-Gefühl und macht es den anwesenden Rednern schwerer.

Dr. Peter Friess weiß, was im Silicon Valley in Sachen Kunst passiert, denn er hält das Tech Museum San José am laufen und gibt in seinem Vortrag Einblicke in die unterschiedlichen Vorstellungen eines Museum von europäischen und amerikanischen Besuchern, und dass die Kunst der Innovation auch stark darin besteht, existierendes zu finden und zur Anwendung zu bringen. Mir gefällt’s.

Wo kommt Innovation her? Wie läßt sich Innovation vorhersagen? In einer mitreißenden Rede gibt Richard Watson einen Einblick in die szenarienbasierte Vorhersagewelt. Die Zukunft hängt demnach davon ab, was jeder einzelne für sich als mentales Modell wählt.

Ein Feuerwerk an Gags aus guter Beobachtungsgabe brennen die Improvisationstheater-Künstler »Crumbs« ab. Stephen Sim und Lee White sind wunderbar aufeinander eingespielt und nehmen Versatzstücke aus den Reden bis hierher auf, wirbeln sie durcheinander und bauen eine tolle Parodie daraus.

Claudia Sommer mit beiden Händen in der Hosentasche bei TEDxMunich

Das Unglück von Fukushima ist tragisch und wäre wahrscheinlich vermeidbar gewesen, und dennoch kann ich persönlich mit der Rede der Greenpeace-Mitarbeiterin nichts anfangen (was an mir selbst liegen kann).
Sehr schön dafür die Musik danach mit der Jazzformation »Von Mosch-Levy-Hollander Group«. Zwei Saxophone, ein Kontrabass, Schlagzeug: das ist alles, was die Jungs brauchen, um abwechslungsreich und ansprechend zu spielen.

Das »Küken des Tages« ist Ricardo Sousa mit einem Vortrag über die Notwendigkeit, Unternehmertum in Schulen zu lehren statt bloßer Fakten. Wunderbar inspirierend, und obendrein optisch ansprechend umgesetzt:

. #TEDxMunich

— Dr Joachim Schlosser (@schlosi) 7. Juni 2011

Gesundheitsbedingt gibt es nur eine Videoverbindung zu Robert Caughlan, der Gedanken zu Naturschutz, Sauberkeit der Meere und eigene Verhaltensweisen mitgibt, dies aber auf sehr inspirierende und nicht belehrende Weise tut.

Im vorletzten Vortrag erzählt Vulkanologe Dr. Andrew McGonigle von der Uni Sheffield über Datenaufnahme und Deutung von vulkanischen Gasen. Ein sehr kurzweiliges, spannendes und doch komplexes Thema, überzeugend und mitreißend präsentiert!

Den rednerischen Abschluss bestreitet Frank X. Lonergan über das Burning Man Festival, eine alternative Kultur/Musik/Kunst-Party, die jedes Jahr in Nevada zehntausende eine Woche zum campen in die Wüste lockt. Schön illustiert und vorgetragen.

Das krönende Finale kommt wiederum von Sängerin und Coach Naomi Isaacs zusammen mit Pianist Andy Lutter.

Fazit: eine schöne Veranstaltung mit überwiegend guten Vorträgen. Gute Gespräche und nette Leute kennen gelernt.

Wer andere Eindrücke lesen möchte, wird bei Daniel Rehn fündig, der live gebloggt hat. Meine persönliche fotografische Erinnerung an den Tag findet sich auf 365 Tage:

TEDxMunich - 365 Tage

Kunst, die auch Kunst-Laien begreifen – TED Prize Gewinner JR

Kunst. Ich bin kein besonders kunstbewanderter Mensch, doch das, was JR, ein französischer Künstler, da weltweit auf die Beine stellt, finde ich beeindruckend. Der Mann hat den TED Prize gewonnen, jener Organisation die hinter den Konferenzen von »Technology, Entertainment, Design« stehen, ganz nach dem Motto Ideas Worth Spreading.

Unbedingt ansehen!

Das ist Kunst, die jeder begreifen kann, sogar ich.